1×04 – Take One

Bisher bei Camera Obscura: Mit der finanziellen Hilfe von Erwin Wiseman hat Walter Chappell das von seinem Vater geerbte Obscura Theatre restauriert und will selber in die Filmproduktion einsteigen. Wiseman hat die Rechte am Comicheft „The Adventures of Future Ranger“ erworben, um es als das erste eigene Serial des Obscura umzusetzen.

Jack Heel steht in Walters Büro und trägt einige Zeilen als Future Ranger vor. Seine Aussprache ist hölzern, seine Gestik theatralisch übertrieben. Walter ist unzufrieden und berät sich mit Wiseman, der neben ihm sitzt. Wiseman drängt darauf, dass sie nicht nach einem neuen Schauspielstar Ausschau halten dürfen. Die drehen keine Serials und von denen, die sich dafür hergeben, sind die guten schon bei Mirage oder Empire unter Vertrag. Walter sagt Jack, dass man sich bei ihm melden würde. Dann verlässt er frustriert den Raum.

Walter sitzt an der Schreibmaschine und nimmt umfangreiche Korrekturen am Drehbuch vor. Am liebsten möchte er einen ganzen Story Arc streichen, in dem sich der Future Ranger seinen blutigen Weg durch ein Indianerreservat bahnt, aber Wiseman wendet ein, dass das essentiell für die Entwicklung der Figur sei. Einen Tag später steht das Drehbuch. An den Wänden von Walters Büro hängen alte Papierstreifen, die die verschiedenen Kapitel des Comics zeigen, die in den Episoden des Serials umgesetzt werden sollen. Wiseman möchte schnell mit der Produktion starten und willigt ein, dafür sein finanzielles Engagement noch einmal aufzustocken, aber Walter möchte erst einmal Testaufnahmen vornehmen, um die Technik zu testen.

Wiseman steht hinter der riesigen Kamera. Das Studio, das sie in der Lagerhalle neben dem Obscura aufgebaut haben ist noch sehr karg eingerichtet, die Kulisse besteht aus zwei Pappmaché-Säulen, die Walter im Theater-Fundus des Obscura gefunden hat. Vor den Kameras haben Bonnie und Thomas, einer der Techniker, die die Verkabelung in der Lagerhalle gelegt haben, ihre Plätze eingenommen. „Take 1!“ ruft Wiseman herein. Die Kamera beginnt bedenklich zu rattern als die massiven Filmrollen sich in Bewegung setzen. Nichts geschieht. „Cut!“ schreit Wiseman wütend und weist dann Bonnie zurecht, die ihren Einsatz völlig verpasst hat. Sie steht noch ein paar Sekunden regungslos da, bevor sie sich entschuldigt. Im zweiten Anlauf läuft es besser. Thomas spielt den Future Ranger, der von Bonnie, der Tochter eines Indianerhäuptlings, den geheimen Zugang zu unterirdischen Katakomben erfährt.

Walter und Wiseman haben im Labor die ersten Sekunden des Testmaterials entwickelt. Ersterer macht sich daran, das Filmmaterial mit dem Ton zu synchronisieren. Es knirscht und knackt verdächtig, das Bild ist streifig und schmutzig, aber die ersten Worte, die Thomas spricht sind klar zu verstehen. Walter meint, dass sie mit den Serials von etwa Mirage sicher nicht konkurrieren können, aber es könnte der Einstieg in Größeres sein.

Bonnie räumt das Set in der Lagerhalle auf. Sie stellt sich noch einmal auf ihre Startposition. Bonnie steht starr und regungslos da, etwa zehn Sekunden lang. Dann macht sie weiter als ob nichts gewesen wäre.

Walter ist im Büro von Herb Baker vom Daily Inquirer. Er möchte, dass die Zeitung groß über das erste eigene Serial des Obscura Theatre berichtet. Gegen entsprechende Werbung wird er Baker exklusive Einblicke hinter die Kulissen gewähren. Baker ist skeptisch. Walter hat keine bekannten Namen, kaum jemand kennt das Obscura und vom Comic, den Walter verfilmt, hat Baker noch nie gehört.

Wiseman zieht das entwickelte Material über einen kleinen Leuchtkasten. „Wer bist du?“ murmelt er und greift zur Lupe. Das Negativ zeigt in leuchtendem Weiß neben Bonnie und Thomas eine dritte Person, die am Rand des Sets steht. Er zieht den Filmstreifen weiter. Die Protagonisten bewegen sich, die dritte Person nicht.

Walters leeres Büro liegt im Halbdunkeln. Auf seinem Schreibtisch steht das Bild seines verstorbenen Vaters Edward Chappell. Es ist der gleiche Mann, der auf den Testaufnahmen zu sehen ist.

Genau wie Mirage ist auch das Empire Studio Fiktion. Der Name ist allerdings deutlich an Republic angelehnt.

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