1×01 – The Obscura

Los Angeles 1929: Walter Chappell arbeitet im Labor an einigen Proben, die er für seine Abschlussarbeit in Chemie angelegt hat, als ein Universitätsmitarbeiter hereintritt. Er teilt Walter mit, dass es einen Unfall gegeben habe – sein Vater Edward ist tot.

Drei Monate später: Freudestrahlend nimmt Walter seine Diplomurkunde entgegen. Einer der Professoren spricht ihn an, unterbreitet ihm das Angebot, die nächsten Jahre als sein Assistent zu arbeiten. Walter meint, dass das seinen Vorstellungen entspräche und er ihm in Kürze Bescheid geben werde. Walters Mutter Ann ist von diesen Planungen nicht begeistert. Edward, ein Technik- und Filmfanatiker, hat ihr das Obscura hinterlassen, ein großes Lichtspielhaus am Rande der Stadt. Ann ist nicht in der Lage, den Betrieb noch länger alleine aufrecht zu erhalten. Man sieht dem Gebäude bereits an, dass es in letzter Zeit an Pflege mangelt. Zahlreiche Reparaturen müssen durchgeführt werden und das Programm selbst lässt in letzter Zeit zu wünschen übrig. Walter soll das Obscura nun übernehmen. Doch der ist damit gar nicht glücklich.

Am Abend feiert Walter mit einigen ehemaligen Kommilitonen in einer Bar ihren erfolgreichen Universitätsabschluss. Im Laufe des Abends tritt ein Mann Mitte 40 an Walter heran und stellt sich als Erwin Wiseman vor. Erwin scheint von den Problemen des Obscura und Walters Aufgabe dort zu wissen. Er sagt Walter, er wisse, wie sie gemeinsam das Filmgeschäft revolutionieren können: Die Zeit des Tonfilms sei angebrochen und Walter habe mit Filmtheater und seinem akademischen Wissen alle Voraussetzungen, davon groß zu profitieren. Wenn Walter zustimmt, sei er bereit, nicht nur die Renovierung des Obscura zu finanzieren, sondern mit seinem Kapital auch die Produktion eigener Filme zu unterstützen. Genauer gesagt möchte Wiseman Serials produzieren, episodische Kurzfilme, die als Vorfilme laufen. Walter schlägt ein. Auch wenn ihm viel an einer akademischen Karriere liegt, kann er seine Mutter nicht im Stich lassen.

In den folgenden Wochen geht die Renovierung voran. Wiseman hält sein Versprechen, das nötige Geld zu investieren. Die Technik wird repariert und neu gekauft, die Innenausstattung überholt. Bei den Arbeiten an der Fassade erspäht Walter Maurice Redmond, der in der Ferne alles beobachtet. Maurice war mit seinem Phantom Filmtheater lange Zeit der ärgste Konkurrent des Obscura und hat von dessen Verfall in den vergangenen Monaten deutlich profitiert. Walter spricht Maurice an und dieser kündigt ihm an, dass er das Obscura ein für alle mal zerstören werde.

Während die Handwerker noch den Feinschliff am Gebäude anlegen, experimentieren Walter und Wiseman erstmals mit eigenem Filmmaterial. Wiseman hat die nötigen Lösungen herbeigeschafft. Das Ziel, ein deutlich schärferes Bild zu erhalten, verfehlen sie jedoch erst einmal. Am Abend legt Walter die Probenentwicklungen mit den unscharfen Schatten seiner Hand zur Seite.

Stolz durchschreitet Walter das neue Obscura. Die Böden glänzen, die Leuchter an der Decke strahlen. Vor der Kasse wartet eine Schlange neugieriger Besucher, im Kassenhäuschen sitzt Bonnie Waterstone, die Walter eingestellt hat, um im Obscura auszuhelfen. Dann erklärt Walter das neue Obscura für eröffnet.

Im Hinterzimmer des Obscura liegt die Probeaufnahme mit Walters Hand. Sie zeigt nun sieben Finger. Fast so als wären zwei Hände übereinander abgebildet worden.

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