5×05 – Die Rettung

Bisher bei The Channel: Gerrit hat in einer Reality-Show gegen die Branche und die eigenen Mitarbeiter geätzt und ist dadurch zum neuen Star am Medienkritik-Himmel aufgestiegen.

Gerrit möchte sich bei Schawaski mehr Gehalt genehmigen lassen, ist er doch mittlerweile ein echter Star, aber Schawaski ist gar nicht in guter Stimmung: Der Sender kabel3 hat die Produktion seiner neuen Lieblingsserie „Dunkle Pfade“ wegen miserabler Quoten abgebrochen. Gerrit soll sofort in Kontakt mit dem Studio treten und die Produktion übernehmen bevor es zu spät ist. Geld spielt keine Rolle. Gerrit kann die Zerstörung des Sets verhindern und die Darsteller weiter unterhalten, doch als Schawaski die Kosten sieht spielt Geld plötzlich doch eine Rolle. Kosten müssen eingespart werden ohne dass die Qualität leidet. Eine Aufgabe, die Gerrit ausgerechnet an den Fictionchef des Senders und ehemaligen Ramschproduzenten Frank weiterreicht. Lukas soll derweil einen Sendeplatz für die Serie finden, was nicht so einfach ist, hat der Channel doch gerade erst auf den Upfronts seinen Programmplan vorgestellt. Lukas entscheidet sich, dem Trend zu folgen und den Rest der ersten Staffel als Marathon an einem Wochenende auszustrahlen, sodass auch die vermutlich miesen Quoten wenig Schaden anrichten können. Diese Strategie versteht Gerrit überhaupt nicht und petzt sofort bei Schawaski, der den Plan hingegen gut findet, weil er so viel mehr Folgen auf einmal sehen kann und bei Frank anruft, damit er die Prodution ankurbelt, sodass es jedes Wochenende eine Marathonausstrahlung geben kann. Damit hat Frank kein Problem, ist er doch ein Experte für Fließbandware, und trimmt die ganze Produktion auf Daily Soap Standards herunter. Schawaski verkündet die Rettung der Serie vorschnell selbst in der Presse, aus der Lukas erst von den weiteren Marathons erfährt und steht plötzlich vor einem Problem: Diese kollidieren mit mehreren teuren Live-Events. Das Problem löst sich schließlich von selbst: Die Episoden sind so grottig, dass schon am ersten Wochenende kaum noch jemand zuguckt und Lukas gezwungen ist, die weiteren Folgen aus dem Programm zu nehmen. Schawaski ist das egal: Er ist beim Marathon eingeschlafen und will die Episoden sowieso erst auf DVD nachholen, deren Veröffentlichung Lukas aber tunlichst zu verhindern gedenkt.

War damals schon der Begriff Binge-Watching gebräuchlich? Ich glaube nicht. Und gab es diese Marathon-Ausstrahlungen schon bevor die Block-Veröffentlichungen auf Netflix ein Ding waren? Ich glaube, das war tatsächlich so. RTL2 hat das damals ausgiebig getestet.

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