5×01 – Die Koproduktion

Bisher bei The Channel: Senderboss Gerrit hat seine Anteile am Channel an einen Investor verkauft, um den Sendebetrieb zu sichern. Als er sie wieder zurückkaufen will stellt er fest, dass das nicht so einfach geht: Ein gewisser Mark Schawaski hat es sich bereits in seinem Büro bequem gemacht.

Schawaski beruhigt den aufgebrachten Gerrit: Er habe kein Interesse, sich auf Dauer den Hintern in Gerrits siffigem Büro platt zu sitzen. Stattdessen möchte er den Channel wieder auf Kurs bringen und verspricht ihm hohe Investitionen. Gerrit erhält den Auftrag, ein internationales Projekt zu realisieren, um das weltweite Ansehen des Channels zu steigern. Dieser reicht den Auftrag mit einem Budget von 10 Millionen Euro direkt an Programmchef Lukas weiter, der gerade mit der Jahresplanung so überfordert ist, dass das Projekt bei Fictionchef Frank landet. Frank lässt alte Beziehungen zum kanadischen Filmstudio The Abyss spielen, wo man bei Nennung des Budgets ohne zu zögern den Kooperationsvertrag unterschreibt. Als Lukas nach einer Woche endlich nach dem Rechten sehen will landet Simones Pressemitteilung zum neuen Programmschema auf seinem Tisch: Der Programmplan ist völlig falsch wiedergegeben. Schließlich findet er heraus, dass Simone ihn selbst umstellte, damit sie ihre Lieblingssoap endlich live sehen kann. So muss sich Lukas erst einmal durch sämtliche Redaktionen telefonieren, um den Fehler richtig zu stellen. Frank zeigt Gerrit den ersten Trailer des neuen Spielfilms „Hobbit of the Rings“, der fantastisch aussieht: The Abyss hat ganze Arbeit geleistet. Jedoch nur beim Trailer wie Lukas fest stellen muss, als er endlich dazu kommt den ersten Rohschnitt zu sehen. Abgewrackte Altstars und chargierende Dilettanten stolpern sich durch billige Pappkulissen. Lukas ist schockiert, googelt erst einmal The Abyss und entdeckt, dass das Studio sein Geld mit sogenannten Mockbustern verdient: billig nachgedrehte Filmplagiate. Und auch „Hobbit of the Rings“ ist inhaltlich komplett abgekupfert. Gerrit schickt Lukas zu Schawaski um das Desaster zu erklären und als Lukas versucht den Nerd-Flair des Films zu verkaufen, erfährt er, dass Schawaski das 10-Millionen-Budget nie gebilligt habe. Das sei eher eine symbolische Summe gegenüber Gerrit gewesen, die den frischen Spirit beschreibe, den er in den Sender bringt.

Das reale Pendant zu The Abyss ist natürlich The Asylum.
Der Investor, der das Unternehmen wieder in Fahrt bringen will, seinen Investment aber eher symbolisch und ätherisch als in Bargeld äußert, ist an Nicolas Berggruens Ära bei Karstadt angelehnt.

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