1×02 – 100.000 Mango-Dollars

Zwei Wochen nach der Inbesitznahme herrscht ein wahres Durcheinander auf der Insel. Arbeiter schrubben die Decks, ein Schiff mit Vorräten liegt vor Anker. Eric steht bei Harry Donald und beobachtet die Verladearbeiten: „Dad, ich mach mir ein bisschen Sorgen. Das kostet doch ein Vermögen. Wir müssen das hier vermarkten und Steuern eintreiben.“ Harry hat hingegen bereits eine bessere Idee: Mangostan wird sein eigenes Geld drucken, völlig unreguliert von irgendeiner Zentralbank.

Da Harry sowieso alles über das WLAN der Yacht laufen lässt hat Olga in der Zwischenzeit die ehemalige Funkerkabine bezogen und die Geräte wieder in Gang gebracht. Ein gewisser Jurij ist auf der anderen Seite der Leitung und scheint dezent verwirrt darüber, dass Olga ihm davon erzählt, dass ihr Vater nun Präsident eines frisch gegründeten Landes sei. Schließlich meint er, das wäre doch die perfekte Situation. Sie müsse Harry nur stürzen und schon habe sie alles, was sie sich je erträumt hat.

Viviette durchstöbert die neuen Kisten auf der Suche nach Makeup und staunt nicht schlecht, als sie plötzlich einen ganzen Container voller Feuerwaffen entdeckt. „Vivi, Pfoten weg! Die sind für unsere Sicherheit. Ein Land braucht Verteidigung und eine beneidete Familie wie unsere erst recht!“ ruft Sarah ihr zu.

Harry bezahlt die Arbeiter mit den neuen Mango-Dollar, die er gedruckt hat, erntet dafür aber fassungslose Gesichter bis hin zu Beschimpfungen, dass dies kein echtes Geld sei. Erst als er einwendet, dass es die einzig gültige Währung sei, die Rückfahrt zu bezahlen, die in den von Rudy aufgesetzten Verträgen nämlich gar nicht inbegriffen ist, ziehen die Leute wütend von dannen. Er lobt Rudy für den gelungenen Trick und weist ihn gleichzeitig an, auf dem Festland eine Million Mango-Dollar in Goldreserven umzusetzen. Rudy sieht das kritisch, aber Harry besteht darauf, dass er echtes Geld gedruckt habe und dieses habe natürlich einen Wert. Und wenn er es druckt sogar den höchsten!

Harry Jr. spielt gelangweilt an den Geschütztürmen herum, die Sarah auf der obersten Plattform hat installieren lassen. Plötzlich rattert ein Maschinengewehr los, Kugeln durchschlagen ein Gebäudedach, treffen einen Arbeiter ins Bein und versenken ein Schlauchboot. Direkt fängt er sich eine Backpfeife von Mutter Sarah ein und bekommt Stubenarrest.

Viviette kommt ganz aufgeregt zum Familiendinner. Jemand habe auf sie geschossen, sie habe einen Streifschuss abbekommen und sei nur knapp dem Tode entronnen. Tatsächlich ist ein roter Striemen an ihrem Unterarm zu erkennen. Harry schenkt ihr zur Entschädigung 100.000 Mango-Dollar, nicht ohne sich als den „großzügigsten Papa der Welt“ zu preisen.

Rudy sitzt wieder im verqualmten Büro und bestellt gerade eine Kiste Goldbarren „wie immer“ ohne Rechnung und auf Firmenkosten, als ein Anruf von Harry reinkommt. Er ist begeistert, der Mango-Dollar schießt durch die Decke. Natürlich preist sich Rudy selbst dafür, obwohl er sichtlich keine Ahnung hat, wovon Harry redet.

Ein Tiktok-Video geht viral, auf dem Viviette in Geldscheinen badet. Und jeder ihrer Follower will nun einen.

Hier kommt Harrys Trumpscher Narzissmus mal so richtig durch, gerade was den Wert seines selbstgedruckten Geldes angeht. Der Zwischenfall mit dem Maschinengewehr setzt einen wichtigen Ton. Das hier ist keine seichte Haha-Comedy.

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