4×03 – Der Rettungsanker

Nach Stunden in der absoluten Dunkelheit der Höhlen ist es Atrus gelungen, Feuerstein zu finden und damit die mitgebrachten Fackeln zu entzünden. Richard wandert durch die Höhle und entdeckt eine mysteriöse Inschrift, die ihm bekannt vorkommt. Atrus übersetzt ihm den Text: er spricht von einer Schwelle, die von Sklaven errichtet wurde, um ihren Herren zu entkommen.

Flashback: Zwei ältere Herren sitzen mit einem jungen Mann an einem Tisch und erzählen, dass die Insel einst von einer zerstörerischen Kraft heimgesucht wurde, die sie Ozir nennen. Er, Atrus, solle nun sein Volk führen und alles tun, die Insel vor der Außenwelt und der Rückkehr Ozirs zu schützen. Jacob und Samuel brechen auf, um ihm den „Rettungsanker“ der Insel zu zeigen.

Richard erinnert sich, woher er die Schrift kennt: von Schriftstücken, die Atlantis zugeordnet werden. Gemeinsam mit Navigator Christian und Kartograph Winston rekonstruiert er den Weg der Insel und stellt fest, dass Platons Angaben nicht in das Muster passen – die Insel muss einst ihren Pfad geändert haben. Da dämmert Atrus, dass es eine Möglichkeit gibt, den Rythmus der Inselbewegung zu brechen und sie für die Außenwelt wieder unauffindbar zu machen. Gemeinsam mit Magnus und Christian macht er sich auf zum Nordpol der Insel, tief unter der Erde. Richard kehrt mit den anderen zurück nach draußen, um im Dorf nach Überlebenden zu suchen und Minnie aufzuhalten – die Atrus Ozir nennt.

Flashback: Jacob und Samuel zeigen Atrus das Rad, mit dem die Insel bewegt werden kann und das von einer Energiequelle tief unterhalb des Tempels gespeist würde, von der Ozir nie erfahren dürfe. Atrus fragt, wie er Ozir erkenne und die Männer sagen ihm, er sehe aus wie ein riesiger Sandsturm. Als Atrus sie nicht ernst nimmt, treten sie einen Schritt zurück. Samuel verwandelt sich in eine große Rauchwolke, Jacob geht auf in tausende Lichter, die den unterirdischen Raum in gleißendes Licht tauchen.

Magnus fragt Atrus, was sie am Nordpol erwarte. Das Herz der Insel, antwortet er.

The Hanso Connection brach schon mehrmals mit der Lost-Mythologie, schlicht, weil diese damals noch gar nicht zuende geführt war (The Hanso Connection wurde von 2008 bis 2010 geschrieben, Lost lief ebenfalls bis 2010). Hier wird The Hanso Connection endgültig sehr eigenständig mit der Anwesenheit drei verschiedener „Monster“. Dabei lässt sich vieles immer noch mit Lost vereinen (alles natürlich nicht, das passt schon seit Richards Anwesenheit in Folge 1 nicht mehr), zumal Lost auch sehr viele Hinweise auf mehr ungenutzt ließ, an die sich anknüpfen lässt.

Hier ist nun ein gewisser Samuel das Rauchmonster, aber da Lost dem Man in Black ja nie einen Namen gab, ist das nicht per se falsch. Der aus rotem Sand bestehende Ozir kam in Lost nie vor, widerspricht dem aber bisher auch nicht. Mehr dazu ein andermal. Und Jacob war in Lost niemals als eine Ansammlung gleißender Lichter zu sehen, aber auch hier gilt, dass nichts per se dagegen spricht. Dass Jacob und Samuel (der Man in Black) gemeinsam mit Atrus sprechen passt zu ihrem Lost-Hintergrund als Brüder. Nur vielleicht nicht so ganz zu ihrer ausgeprägten Rivalität.

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