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Intro: Space Racers

Eine der Stärken von Sciencefiction ist es, Geschichten in die Zukunft zu verlegen, mit neuen Technologien, neuen Orten, neuen Spezies eine gewisse Distanz zu schaffen, und Themen unserer Zeit aus neuen Blickwinkeln zu erforschen. Die Sciencefiction ist dabei manchmal kein Genre für sich, sondern eine Transformation anderer Genres. Der Western, der Politthriller, der Horrorfilm. All das lässt sich in Sciencefiction übersetzen. Daher wundere ich mich immer wieder, wie eng letzten Endes die Bandbreite der Sciencefiction-Serien am Ende doch irgendwie bleibt.

Was spricht zum Beispiel gegen eine Rennfahrerserie im Weltraum? Nun, Space Racers wird ab Freitag zeigen: einiges. Vier Folgen lang überlebte die Serie und eigentlich war schon bei der zweiten die Luft raus.

Hinter Space Racers stand genau der Gedanke: Warum nicht einem bestehenden Genre einen ganz neuen Spin geben und es mit schier unendlich vielen neuen Möglichkeiten ausstatten? Dafür das Rennfahrer-Genre zu nehmen war einfach keine gute Idee. Wieviele Rennserien kennt ihr? Mir fällt auf Anhieb gerade mal eine einzige ein (sogar eine deutsche: Benzin im Blut mit Sonja Kirchberger in der Hauptrolle). Das Genre ist mitnichten etabliert, es gibt keine gelernten Mechanismen, Tropen, Charaktere. Eine Sciencefiction-Variante muss nicht nur das Worldbuilding ihrer futuristischen Welt betreiben, es muss auch noch das Worldbuilding des Rennsports übernehmen und dann auch noch klar machen, wo es mit SciFi-Elementen mit den (nicht) etablierten Elementen des Genres bricht. Puh. So einfach das als Videospiel erscheint, als Serie ist das eine arge Herausforderung.

Ich fänds trotzdem super. Gebt mir eine SciFi-Rennserie und macht es richtig! Besser als Space Racers jedenfalls. Vielleicht auch einfach im Gegensatz zu mir einen Autoren nehmen, der sich mit Motorsport auskennt.

Space Racers läuft ab dem 14. August immer freitags 20:00 auf M42.

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