1×01 – Code X

Ein Notruf erreicht die DSM Paeona: Die Explosion eines Treibstofftanks hat den kleinen Frachter Isis schwer beschädigt, die Lebenserhaltung droht zu versagen. Kommandantin Grace Burke lässt sofort Kurs auf den Frachter setzen und versetzt die medizinische Abteilung in Alarmbereitschaft.

Die Isis treibt steuerlos im Raum, die Scanner der Paeona zeigen kaum noch messbare Sauerstofflevel auf dem Schiff. In Schutzanzügen gehen Rettungsarzt James Gonzales, Trauma-Spezialist Jonathan Wong, die junge Sanitäterin Mira Ryder und Shuttlepilot Nelson Rice, genannt „Race“, an Bord, doch sie kommen zu spät: Die Schutzmechanismen haben versagt, überall sind undichte Stellen, die Crewmitglieder sind im Vakuum erstickt. Da entdeckt James doch noch einen Überlebenden – und löst einen „Code X“ aus.

Prof. Wallace Cole, der Chef der medizinischen Abteilung, lässt diese komplett abriegeln, nur speziell geschultes Personal bleibt auf der Notfallstation, Exophysiologin Amanda Steen wird herbeigerufen. Wenige Minuten später bringen Jonathan und James einen bewusstlosen Überlebenden herein, ein „Code X“: ein Angehöriger einer unbekannten Spezies. Erste Scans zeigen innere Blutungen, die sofort behandelt werden müssen. Chefchirurg Tom Walker und Amanda beginnen mit der Operation. Tom bahnt sich seinen Weg durch die fremden Organe, kann aber den Ursprung der Blutung nicht finden. Da wird Amanda plötzlich schwindelig, sie muss den OP verlassen. Walker beendet die Operation, er kann nichts für den Fremden tun, dessen Lebenszeichen sich aber plötzlich von alleine stabilisieren.

Race ist mit zwei Ingenieuren auf die Isis zurückgekehrt, um den Grund der Explosion zu finden und eine mögliche weitere zu verhindern. Schnell wird klar, dass es sich um Sabotage gehandelt haben muss. Schließlich gibt er Kommandantin Burke Bescheid: Im Explosionszentrum wurden Spuren einer außerirdischen Substanz gefunden.

Burke meldet Prof. Cole, dass der Code X unter ständige Bewachung gestellt werden muss, doch da ist es bereits geschehen: Dieser ist erwacht und von der Notfallstation verschwunden. Die Sicherheit wird in Alarmbereitschaft gesetzt und der Flüchtige schließlich am Perimeter der abgeriegelten Abteilung kampfunfähig gemacht.

Auf Langstreckenscans entdeckt Race ein fremdes Schiff in Lauerstellung. Offenbar warten die Fremden darauf, dass ihr Spion die Paeona von innen heraus sabotiert wie er es mit der Isis machte, um es dann zu plündern. Stattdessen landet der Fremde nun in einer Gefängniszelle.

Es herrscht wieder Ruhe auf der Notfallstation als sich Jonathan an das Bett von Jane Doe setzt. Friedlich schläft die Frau wie seit dem Tag, als Jonathan sie entdeckte.

Bei all den vielen Mediziner-Episoden, die ein Star Trek über die Jahrzehnte produziert hat (schließlich hat jede Serie einen Schiffsarzt unter den Hauptfiguren), wundert es mich extrem wie selten dieses Thema gereizt wurde: ein Notfall bei einem Außerirdischen mit völlig anderer Physiologie. Die Medizin in Star Trek ist so High-End, dass Notfälle bei Menschen entweder bedeuten, dass man sie mit drei Klicks auf medizinischem Wundergerät heilt – was ziemlich unspektakulär ist – oder das absonderlichste Verletzungen oder Viren auftauchen (wieso auch immer das Weltall für Menschen gefährliche Viren bereit hält), die dann mit ebenso absonderlichen Methoden doch wieder ganz schnell besiegt werden. Der „Code X“ ist müsste doch das eigentlich Spannende sein. Hier muss die Medizin mit absoluten Grundlagen arbeiten und der Arzt wird zum Entdecker. Und das suchen wir in Weltraum-Serien doch eigentlich so sehnlichst.

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